Sitzen tötet, langsam aber sicher!!!

Der Sitzmarathon

Wusstest du, das langes Sitzen Stress für den Körper ist? Es wirkt oft bequem, doch der Körper hat Mühe damit. Ist er doch ein „Bewegungsapparat“ und kein „Sitzapparat“, allerdings verkümmert er heute mehr und mehr dazu.

Deshalb lass uns deinen Bewegungsapparat wieder in Bestform bringen.

Hast Du Lust?

Grafik by Ergotopia

Im Durschnitt sitzen wir heutzutage 80.000 Stunden im Laufen unseres Lebens. 80.000 Stunden, die dich langsam, aber sicher ins Grab bringen. Sitzen ist quasi heute das, was früher das Rauchen war. 5 Millionen Menschen sterben jährlich an den Folgen das Rauchens, sogar 5,3 Millionen sind es aufgrund mangelnder körperlicher Aktivität, Bewegungsmangel. Haben sich unsere Vorfahren noch vor relativ kurzer Zeit zwischen 15 bis 40 km am Tag zu Fuß fortbewegt, so kommt der Büroarbeiter heutzutage noch auf 1500 Schritte am Tag, wenn es, er gut läuft. Als Mutter und Hausfrau kommt man sogar noch auf 9,1 km laut Studien, aber wie sollen das jetzt die Väter schaffen!? 🙂

Grafik by Ergotopia

Unsere heutige Spezies wird vielleicht in ein paar Hundertjahren als „Homo sedens“ in den Geschichtsbüchern Eingang finden, als die Sorte Mensch, die 90% des Tages im Sitzen oder Liegen verbracht hat und wahrscheinlich nicht gesund alt geworden ist, dank modernster Medizin und Chemie aber eine lange Leidenszeit hatte. So ergab doch eine dänische Studie, dass nach 10-20 Jahren mit mehr als 6 h Sitzen am Tag, sich die Lebenszeit um 7 qualitätskorrigierte Jahre (7 Jahre bester Gesundheit) verkürzt. Es hat sich bei uns ja schon als normal in den Köpfen eingenistet, dass man halt je älter, desto kränker ist. Heutzutage werden die Menschen, wie wir beobachten kaum noch gesund alt, zumindest nicht die Marathonsitzer.

Folgen für Körper und Geist

  • Metabolisches Syndrom: Fettleibigkeit, Blutfettprobleme, Bluthochdruck, Herzkreislauf-Erkrankungen, Insulinresistenz, Diabetes mellitus
  • Magengeschwüre
  • Niedriggradige Entzündungsherde → Geschwächtes Immunsystem
  • Muskelabbau → Rückenschmerzen, Nacken- & Schulterschmerzen, Bandscheibenprobleme
  • Arthrose, Osteoporose, Rheumatische Erkrankungen
  • Krebserkrankungen
  • Burnout – Depression

Wie jeder Marathonläufer, hat auch der Marathonsitzer nach dem Marathon und während vor allem ab dem 30. km oder der 30. Minute Schmerzen. Und zwar muskulärer bzw. faszialer Art und Weise.

Unsere Muskulatur und unsere Faszien auch als Bewegungsapparat bezeichnet sind kein Statisches System sondern auf Dynamik und Bewegung ausgelegt. Minuten oder Stundenlanges Sitzen führt daher zu Verspannungen und diese wiederum zu Schmerzen. Die sich aber mit Bewegung wieder auflösen. Ein verspannter Muskel bekommt nur 10 % des Sauerstoffs im Vergleich zu einem gut durchbluteten Muskel!

Fasziale Verklebungen in der Lumbalfaszie und der Hüften sind die Folge des Sitzmarathons. Ist das Zwerchfell durch das Sitzen eingeengt behindert dies eine entspannte Bauchatmung für eine gute Sauerstoffversorgung des Körpers.

Auch die Gefäße leiden darunter und der venöse Rückfluss zum Herzen, über die sogenannte Venenpumpe, ist durch Bewegungsmangel behindert – die Folge können Krampfadern sein. Die Mikrozirkulation ist ebenso eingeschränkt – d.h. die Verästelung der kleinen Gefäße – was den Stoffwechsel im Gewebe entscheidend verschlechtert und kleine Entzündungsherde entstehen lässt, was wiederum das Immunsystem schwächt und unnötig beschäftigt. Auch die Leber- und Nierenfunktion ist abhängig von den faszialen Strukturen und der Bewegung des Lendenmuskels. Die Entgiftungs- und Filterfunktion wird dadurch entsprechend eingeschränkt. Für den Fettstoffwechsel fehlen durch die mangelnde Bewegung entsprechende Enzyme, um Cholesterin- und Triglyceride entsprechend zu verstoffwechseln, die Folge sind erhöhte Blutfettwerte und ein erhöhter viszeraler Fettanteil.

„In der ersten Hälfte unseres Lebens opfern wir unsere Gesundheit, um Geld zu verdienen.   In der anderen Hälfte opfern wir Geld, um die Gesundheit wiederzugewinnen.“  Voltaire

Dabei geht es auch ohne viel Geld ganz einfach!

Und weil es so einfach ist, kann es jeder machen!

Denn Bewegung ist günstig, gesund und bekanntlich die beste Medizin und hat nur einen Haken – Du musst es selber machen! Die Verantwortung für deine Gesundheit trägt letztlich du selbst ganz allein. 🙂

Unser Tipp: Die 25–25–50-Regel

  • 25 % des Tages stehen, 25 % des Tages gehen und nur 50 % des Tages sitzen und 100% der Nacht liegen.

Und weitere Tipps für deinen Büroalltag:

  • Telefonieren im Stehen
  • Steharbeitsplatz oder -pult täglich mehrmals nutzen
  • Drucker & Papierkorb außer Reichweite
  • Gehungen statt Sitzungen mit den Kollegen, Klienten, Mitarbeitern
  • Jourfix Bewegungstermine (MMM)
  • Treppe statt Aufzug,
  • Mini-Moving Workouts (MMW)
  • Bewegte (Mittags-)Pause

Und die positiven Erfolge dadurch:

  • schon leichte Bewegung durchbricht schädigende Muster des starren Sitzens – weniger Zivilisationskrankheiten
  • Geringeres Gewicht, weniger Müdigkeit und Stimmungsschwankungen
  • weniger Erkrankungen des Bewegungsapparates – Rückenschmerzen, Arthrosen, Osteoporose und Bandscheibenprobleme
  • Größere physische Leistungsfähigkeit
  • Gesteigerte kognitive Leistungsfähigkeit und Effizienz
  • Mehr Lebensfreude und Lebensqualität

Also bring dich und dein Leben wieder in Bewegung und damit in Bestform.

Hier auf unserem You-Tube Kanal findest du übrigens ein paar hilfreiche Bewegungsvideos für deinen Büroalltag »

Vielen Dank an Ergotopia für die anschaulichen Grafiken

Dein INBESTFORM – Team

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Die Brustwirbelsäule und Ihre Mobilität

Die Mobilität der Brustwirbelsäule ist bei unseren Klienten immer häufiger aufgrund weiter fortschreitender Sitzbelastungen und schlechter Körperhaltung eingeschränkt. Doch gerade eine mobile und bewegliche Brustwirbelsäule kann Schmerzen im unteren Rücken und eine schlechte Haltung der Halswirbelsäule verhindern und mindern.

Die Stabilität der Wirbelsäule nimmt von unten nach oben ab, d.h. die Lendenwirbelsäule stabilisiert uns am meisten, während die Brustwirbelsäule und die Halswirbelsäule mehr an Beweglichkeit zulassen. Doch heutzutage erleben wir leider häufig gegenteiliges in der Trainingspraxis und in unseren Movementscreenings. Eine fehlende Stabilität in der Lendenwirbelsäule, wie hier beschrieben » und eine fehlende Mobilität in der Brustwirbelsäule schränken die Klienten in Ihrer Bewegungsqualität und Lebensqualität immer wieder ein.

Folgendes Video soll erläutern wie dies zustande kommt.

Und hier in den folgenden Videos gibt es noch praktische Lösungen für die Problematik.

Viel Spaß beim Ausprobieren der einzelnen Übungen wünscht euer INBESTFORM Trainer Team.

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Es handelt sich hier um Grundübungen, die von einem gesunden Menschen problemlos ausgeführt werden können. Solltest du eine körperliche Vorschädigung auf weisen, krank oder körperlich nicht auf der Höhe sein bzw. du dich bezüglich deines Gesundheitszustandes im Zweifel befinden, so solltest du vor der Ausführung der Übungen einen Arzt sprechen. Die Informationen sind sorgfältig erwogen und geprüft, dennoch kann eine Garantie nicht übernommen werden. Eine Haftung für Personen-, Sach- und Vermögensschäden ist ausgeschlossen.

Der Hüftbeuger und seine Mobilisation

Der Rückenschmerzmuskel – musculus psoas major

Der Hüftbeuger wurde ja bereits in einen extra Beitrag hier» vorgestellt und auch viele weitere Übungen. In den folgenden beiden Videos wollen wir Dir noch mehr Details über den Hüftbeuger und seine Funktionen und Aufgaben, sowie seine möglichen Einschränkungen und Auswirkungen auf die Haltungsstatik erläutern. Rückenschmerzen im Lendenwirbelsäulenbereich können möglicherweise so erklärt werden, ersetzt aber natürlich nicht eine eingehende Diagnostik und Anamnese bei einem Arzt, erfahrenen Therapeuten oder kompetenten Personal Trainer.

Für Schmerzfreiheit in Hüfte und Wirbelsäule

Und wir haben hier im 2. Video noch einen mögliche Mobilisationstechnik für Deinen Hüftbeiger für Dich in Ton und Farbe gepackt. Es gibt natürlich aber noch weitere Mobilisationstechniken, die helfen können. Abonniere doch unseren Blog und Du erhälst weitere Impuls zu bewegt•sein, ernährt•sein und bewusst•sein.

  1. Übungsteil

2. Übungsteil

Bei Fragen und Anregungen darst Du Dich gerne bei uns melden.

Bewegte Grüße dein INBESTFORM Trainer Team

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www.blog.inbestform.de

Es handelt sich hier um Grundübungen, die von einem gesunden Menschen problemlos ausgeführt werden können. Solltest du eine körperliche Vorschädigung auf weisen, krank oder körperlich nicht auf der Höhe sein bzw. du dich bezüglich deines Gesundheitszustandes im Zweifel befinden, so solltest du vor der Ausführung der Übungen einen Arzt sprechen. Die Informationen sind sorgfältig erwogen und geprüft, dennoch kann eine Garantie nicht übernommen werden. Eine Haftung für Personen-, Sach- und Vermögensschäden ist ausgeschlossen.

Rückengesundheit – die besten Übungen für einen flexiblen Rücken und Schmerzfreiheit

Rückengesundheit – Flexibler Rücken

Schmerzfreit hängt entscheidend mit entspannten, geschmeidigen und flexiblen Muskeln, Faszien und Gelenken zusammen. Schmerzt es, sind wir verspannt, verklebt und angespannt. Wenn Du diese chronischen Spannungen wieder löst und deinen Körper- und Bewegungsapparat bewusst wahrnimmst und entspannst ist ein schmerzfreies Leben gut möglich!

Wir dehnen hier die wichtigsten Muskel- und Gelenkgruppen und sorgen so für Schmerzfreiheit im Rücken, sowie im Hüft- und Kniegelenk.

Grundsätzliches:

  1. Achte dabei ganz besonders auf eine langsame, kontrollierte und geführte Bewegungsausführung.
  2. Bei allen Übungen auf die regelmäßige Atmung achten.
  3. Konzentriere dich auf den Muskel, den du dehnst. Fühle, wie er sich auseinanderdehnt und nachlässt.
  4. Halte deinen Oberkörper immer unter Spannung. Spanne auch deine Bauch- und Beckenbodenmuskulatur an. Richte die Wirbelsäule bei allen Übungen mit den 4 Funktionskreisen auf!

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Übung 1: Quadrizepsdehnung

In der Seitlage, das untere Bein in Hüfte und Knie 90° angewinkelt, um während der Übung nicht ins Hohlkreuz zu rutschen. Oberes Bein am Sprunggelenk umfassen und langsam zum Gesäß ziehen. Dabei darauf achten, dass der Oberschenkel und Rumpf eine gerade Linie bilden und das Knie nicht nach oben hin ausweicht! In der Dehnung dann leichten Druck (versuchen das Bein wieder zu strecken) gegen die Hand aufbauen (Power in Extension). Hierbei dehnst und entspannst du deinen Quadrizepsmuskel und entlastet dein Kniegelenk.

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Übung 2: Piriformisdehnung

In Rückenlage ein Bein anstellen und das andere Sprunggelenk aufs Knie des angestellten Beines legen. Angestelltes Bein mit beiden Händen unterhalb der Kniekehle umfassen und zu dir, Richtung Rumpf ziehen. Dabei kannst du mit dem Ellenbogen noch leichten Druck nach außen auf das gedehnte Bein ausüben, um den Dehnungsreiz noch zu verstärken, falls nötig. 😉 Hiermit dehnst du deine Oberschenkel- und Gesäßaußenseite. Diese Übung empfehle ich vorallem Klienten die immer mal wieder mit Ischias Probleme haben.

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Übung 3: Ischiodehnung

In Rückenlage winkelst du ein Bein an und greifst es unterhalb der Kniekehle mit beiden Händen. Jetzt ziehst du den Oberschenkel soweit es geht zu dir Richtung Brust. In dieser Position langsam Zehenspitzen Richtung Knie ziehen und versuchen, das nach oben angewinkelte Bein so gut es geht zu strecken, ohne jedoch den Oberschenkel vom Brustkorb zu entfernen. Das andere Bein sollte während der gesamten Übung am Boden ruhen. Diese Übung dehnt deine gesamte hintere Kette der Waden, Oberschenkelrückseite und des Po´s.

 

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Übung 4: Hüftdehnung

Aus dem Ausfallschritt im Kniestand schiebst du langsam deine Hüfte nach vorne und ziehst dabei dein Schambein nach oben. Der vordere Fuß ist weit vor dem Knie (Kniewinkel >90°). Stütze dich mit beiden Händen auf dem vorderen Oberschenkel ab und richte deinen Oberkörper auf. Wer möchte kann noch das Gesäß des hinteren Beines anspannen, um die Dehnung zu intensivieren. Hiermit dehnst du deinen Hüftbeuger, der wenn verspannt und verkürzt häufig LWS-Rückenschmerzen verursacht.

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Übung 5: Ganzkörperrotation

In Rückenlage drehst du dich als erstes auf die Seite. Jetzt beugst du das obere Bein vor dich, in Hüfte und Knie 90° angewinkelt und legst das Knie auf den Boden oder eine kleine Unterlage. Nun streckst du gleichseitigen Arm aus und lässt ihn zu gegenüberliegenden Seiten nach außen fallen, so dass dein Oberkörper mitrotiert. Du wirst ein Dehnungsgefühl im Gesäß, im unteren Rücken, in der Brustmuskulatur und in der schrägen Bauchmuskulatur spüren. Wenn es kleine Knackgeräusche geben sollte bleib entspannt, das ist normal. 😉 Du hast einfach ein paar Blockierungen gelöst.

 

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Übung 6: Der fünfte Tibeter

Die Übung beginnt in der Bauchlage. Die Stirn berührt den Boden. Deine Zehenspitzen sind aufgestellt, die Hände rechts und links auf die Handflächen gestützt, unterhalb der Schultergelenke. Während du langsam ausatmest hebst du Kopf, Schultern, Rumpf, Ober- und Unterschenkel vom Boden. Du bildest mit deinem Körper einen schönen Bogen nach oben, stehst dann auf deinen Handflächen der gestreckten Arme und auf den Zehenspitzen. Mit der Einatmung hebst du das Gesäß zum Himmel. Die Fersen ziehst du in Richtung Boden, dein Kinn in Richtung Brustbein. Einatmen – hochkommen, Ausatmen – zurück in Ausgangsstellung. Im Yoga wird diese Übungen der Hund genannt, einmal schaut er nach unten einmal nach oben. Ein tolle komplexe Übung zur Dehnung der vorderen als auch der hinteren Kette.

Viel Spaß beim Üben und Trainieren. Wenn Du Fragen oder Unklarheiten hast, dann melde dich einfach bei uns.

Wichtig: Es handelt sich hier um Grundübungen, die von einem gesunden Menschen problemlos ausgeführt werden können. Solltest du eine körperliche Vorschädigung auf weisen, krank oder körperlich nicht auf der Höhe sein bzw. du dich bezüglich deines Gesundheitszustandes im Zweifel befinden, so solltest du vor der Ausführung der Übungen einen Arzt sprechen. Die Informationen sind sorgfältig erwogen und geprüft, dennoch kann eine Garantie nicht übernommen werden. Eine Haftung für Personen-, Sach- und Vermögensschäden ist ausgeschlossen.

Bleib in Form oder bring Dich in Bestform!

Dein INBESTFORM-Team

Körpertraining – die besten Übungen für einen starken Rücken

Rückengesundheit – starker Rücken

Muskel- und Skeletterkrankungen, vor allem im Rückenbereich, stellen die häufigsten Ursachen für krankheitsbedingte Fehlzeiten in unserer Gesellschaft dar. Neue Erkenntnisse zum Thema und ein modernes Verständnis von Rückengesundheit ermöglicht ein neues Körper-Bewusst-Sein, in dessen Mittelpunkt die Frage steht: Wie bleibt der Mensch erfolgreich gesund?

Ziel ist es dir ein Körperbewusstsein zu ermöglichen, dass dich unterstützt mit Rückenschmerzen besser umzugehen oder am besten keine Beschwerden mehr zu bekommen. Hier bekommst du meine besten und erprobten Körperübungen für einen starken Rücken. Da aber Stabilität und Kraft immer im Gleichgewicht zu Flexibilität und Mobilität stehen sollte, um Dysbalancen zu vermeiden, folgen im nächsten Beitrag noch die Best of Übungen für Deinen flexiblen Rücken.

Grundsätzliches:

  1. Für diese Übungen mit dem eigenen Körpergewicht solltest du leicht erwärmt sein.
  2. Achte dabei ganz besonders auf eine langsame, kontrollierte und geführte Bewegungsausführung.
  3. Bei allen Übungen auf die regelmäßige Atmung achten.
  4. Konzentriere dich auf den Muskel, den du trainierst. Fühle, wie er sich zusammenzieht und nachlässt.
  5. Wenn du merkst, dass du Ausweichbewegungen machst, dann reduziere das Gewicht oder die Schwierigkeit. Die Qualität der Bewegungsausführung steht immer vor der Intensitäts- oder Umfangssteigerung!
  6. Halte deinen Oberkörper immer unter Spannung. Spanne auch deine Bauch- und Beckenbodenmuskulatur an. Richte die Wirbelsäule bei allen Übungen mit den 4 Funktionskreisen auf! (Beckenaufrichtung, Bauchnabel sanft nach innen, LWS lang, Schultern in die Gesäßhosentaschen stecken, Nacken lang)
  7. Halte dich an die Intensitäts- und Wiederholungsvorgaben. Sollte eine Übung, zu leicht oder zu schwer sein oder du Probleme mit der Ausführung oder Schmerzen haben, dann kontaktiere sofort deinen Trainer.

Starker Rücken –  die besten Übungen  

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Übung 1: Kniebeugen

Stell dich in den hüftbreiten Stand, die Fußspitzen zeigen leicht nach außen. Langsam das Gesäß absenken, Knie beugen und darauf achten, dass die Fußspitzen nicht vor die Fußspitzen schieben, Gewicht eher auf den Versen. Stell Dir vor, du gehst auf eine Spanische Autobahntoilette und deine Füße müssen trocken bleiben. Damit trainierst du die komplette Bein- und Gesäßmuskulatur. (3 x 15 Wh.)

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Übung 2: Unterarmstütz

In Bauchlage in den Unterarmstütz, Ellenbogen unterhalb der Schultern, so dass der Rücken möglichst gerade mit dem Gesäß und den Beinen eine Linie bildet. Dabei Beckenboden anspannen und Bauchnabel sanft einziehen (Pilates Powerhouse). Langsam laut bis 20 zählen, dadurch ist gewährleistet, dass du gleichmäßig atmest. Hiermit trainierst du deine gesamte Rumpf, Bauch und Haltemuskulatur in Streckung. (3 x 20-30 Sek.) 

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Übung 3: Seitstütz

Seitstütz, Ellenbogen unterhalb der Schulter, mit angewinkelten/gestreckten Knien langsam die Hüfte absenken und wieder strecken. Darauf achten, dass Kopf, Oberkörper und Oberschenkel eine gerade Linie bilden. Damit trainierst du deine seitliche Bauchmuskulatur. (3 x 10-15 Wh.)

 

Übung 4: Brücke

ibf-brueckeIn Rückenlage, langsam die Hüfte strecken und das Gesäß anheben, so dass Rumpf und Oberschenkel eine gerade Linie bilden. Schultern und Kopf bleiben entspannt liegen. Die Füße/Versen sind
auf dem Boden etwa hüftbreit angestellt.Im Wechsel ein Bein vom Boden abheben und dabei die Hüftachse stabil
und gerade halten. Als Variante kannst du auch das Gesäß langsam dynamisch absenken und die Hüfte wieder strecken. Hiermit trainierst du deine Gesäß- und untere Rückenmuskulatur. (3 x 20-30 Sek. oder 10-15 Wh. je Seite)

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Übung 5: Rückenstrecker

Aus dem Vierfüßler heraus diagonal langsam rechtes (linkes) Bein und linken (rechten) Arm strecken und wieder unter dem Körper Knie und Ellenbogen zusammenführen. Wichtig dabei mit der Hüfte nicht ausweichen. Wenn Du beispielsweise das linke Bein steckst, nicht das Gewicht auf rechts verlagern sondern gerade bleiben, so dass die Antirotationsmuskulatur arbeitet und du problemlos ohne Gleichgewichtsprobleme die rechte Hand vom Boden lösen kannst. Damit trainierst du deine Rückenmuskulatur, Bein- und Armmuskulatur sowie die Koordination. (3 x 10 Wh. je Seite)

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Übung 6: Liegestütze

Aus dem Armstütz, Hände unter den Schultern, langsam die Arme beugen, Schultern in den Gefäßhosentaschen lassen, Brustbein soweit es geht Richtung Unterlage bringen. Hände relativ breit auseinander, Füße etwa hüftbreit auseinander. Hiermit trainierst du den Trizeps, Rumpf- sowie die Brustmuskulatur. Wichtig sobald du bemerkst, dass dein Rücken durchhängt oder du nicht mehr stabil bist ist Pause angesagt. Bewegungsqualität immer vor Bewegungsquantität! (3 x 5-15 Wh.)

Wichtig: Es handelt sich hier um Grundübungen, die von einem gesunden Menschen problemlos ausgeführt werden können. Solltest du eine körperliche Vorschädigung auf weisen, krank oder körperlich nicht auf der Höhe sein bzw. du dich bezüglich deines Gesundheitszustandes im Zweifel befinden, so solltest du vor der Ausführung der Übungen einen Arzt oder qualifizierten Trainer sprechen. Die Informationen sind sorgfältig erwogen und geprüft, dennoch kann eine Garantie nicht übernommen werden. Eine Haftung für Personen-, Sach- und Vermögensschäden ist ausgeschlossen.

Für Fragen, Wünschen oder Anregungen schreib uns einfach einen Kommentar oder eine persönliche Nachricht. Wir freuen uns auf deine Rückmeldung.

Dein INBESTFORM – Team

Rückengesundheit

Lebenslust statt Rückenschmerzfrust

Klienten mit Rückenschmerzen werden immer jünger und ihre Zahl nimmt ständig zu. Da Rückenschmerzen die Lebensqualität der Betroffenen deutlich beeinträchtigen, ist es wichtig, nicht erst zu warten, bis sie auftreten, sondern diesen schon frühzeitig entgegen zu wirken. Bewegungsmangel und Übergewicht zählen zu den Hauptursachen von Rückenschmerzen. Hier kann jeder einzelne durch einfache Verhaltensänderungen etwas für seine Rückengesundheit tun. Die Palette wirkungsvoller Präventionsmaßnahmen reicht von der individuellen Einstellung der PC-Arbeitsplätze über richtiges Heben und Tragen, sportliche Betätigung oder regelmäßige Bewegung bis hin zu individuell angepassten Matratzen und Kopfkissen.

Bewegungsmangel als Hauptursache für Rückenschmerzen beginnt schon im Kindesalter. Im Durchschnitt bewegen sich unsere Schulkinder heute weniger als eine Stunde pro Tag, sitzen aber bis zu 40 Stunden in der Woche vor dem Fernseher oder vor dem Computer. So haben bis zu 30 Prozent der Schulkinder Haltungsschäden und 70 Prozent klagen über gelegentliche Rückenschmerzen. Muskeln verkümmern und verkürzen, die Bandscheiben schrumpfen. Schon zehn Minuten Gymnastik und funktionelles Training täglich reichen, um eine gute Prävention gegen Rückenschmerzen zu betreiben – für mehr Lebensfreude und Wohlbefinden.

Für die Rückengesundheit kann jeder rund um die Uhr etwas tun: 24 Stunden Rückengesundheit – das umfasst zuhause die Küche, den Fernsehsessel oder die Matratze und das Bett. Am Arbeitsplatz sollten Stühle, Tische, Tastatur und Zubehör ergonomische Vorgaben berücksichtigen. In der Freizeit spielen rückengerechte Schuhe oder Fahrräder eine Rolle. Und wer viel unterwegs ist, sollte sich bei seinem Autohändler über die ergonomischen Qualitäten seines Autositzes informieren. Mathias Wengert ist „Referent für rückengerechte Verhältnisprävention der Aktion Gesunder Rücken e.V. (AGR) und berät Sie gerne in Sachen Ergonomie.                                                                                    

In Bietigheim-Bissingen und Umgebung bietet INBESTFORM gemeinsam mit der Praxis Dr. med Julia Wengert in Sachsenheim (www.dr-julia-wengert.de) viele Angebote rund um einen gesunden Rücken. Neben Personal Training und Firmenfitness, bietet INBESTFORM in Kursen Rückengesundheit, Pilates, PIEoga®, silent•touch®, Qi Gong, Entspannungstraining, Balance- & Krafttraining für Senioren zur Sturzprophylaxe und funktionelles Training an.
Rücken als Spiegel der Seele
Rückenschmerzen sind nicht nur organisch bedingt, unser Rücken ist auch ein Spiegelbild der Seele. Alles, was die Hektik des modernen Alltags mit sich bringt, bekommen wir im Kreuz zu spüren. Fehlhaltungen bei der Arbeit, mangelnde Bewegung, Übergewicht oder große Lasten machen ihm ebenso zu schaffen wie Stress, psychischer Druck, Mobbing und andere Ängste mehr. Das drückt sich auch umgangssprachlich aus: Wer viel ertragen muss, hat viel „auf dem Buckel“ oder gar die „Angst im Nacken“.
Unser Verhalten ist entscheidend, ob aus akuten Schmerzen dauerhafte Beschwerden werden.
Unser Umgang mit Rückenschmerzen entscheidet maßgeblich mit, ob sich aus akuten Rückenschmerzen dauerhafte Beschwerden entwickeln.

In über 80 Prozent der Fälle akuter Rückenschmerzen muskuläre Verspannungen sind, die ursächlich wirken, während die vielfach vermuteten Verschleißerscheinungen gerademal mit zehn und die Bandscheibenvorfälle gar nur mit vier Prozent zu Buche schlagen. Die ständige Fehlhaltung am Computer lässt sich nicht wegoperieren, sie muss ebenso geändert werden wie andere Fehlhaltungen und Belastungen bei der Arbeit, im Haushalt, aber auch beim Schlafen.
Die Zahl der Rückenerkrankungen steigt stetig an, um ca. 30 Prozent allein in den letzten zehn Jahren. Damit zählen diese zu den am weitesten verbreiteten Volkskrankheiten. Sie haben enorme Auswirkungen auf unsere Leistungsfähigkeit und unser Wohlbefinden.

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