Sitzen tötet, langsam aber sicher!!!

Der Sitzmarathon

Wusstest du, das langes Sitzen Stress für den Körper ist? Es wirkt oft bequem, doch der Körper hat Mühe damit. Ist er doch ein „Bewegungsapparat“ und kein „Sitzapparat“, allerdings verkümmert er heute mehr und mehr dazu.

Deshalb lass uns deinen Bewegungsapparat wieder in Bestform bringen.

Hast Du Lust?

Grafik by Ergotopia

Im Durschnitt sitzen wir heutzutage 80.000 Stunden im Laufen unseres Lebens. 80.000 Stunden, die dich langsam, aber sicher ins Grab bringen. Sitzen ist quasi heute das, was früher das Rauchen war. 5 Millionen Menschen sterben jährlich an den Folgen das Rauchens, sogar 5,3 Millionen sind es aufgrund mangelnder körperlicher Aktivität, Bewegungsmangel. Haben sich unsere Vorfahren noch vor relativ kurzer Zeit zwischen 15 bis 40 km am Tag zu Fuß fortbewegt, so kommt der Büroarbeiter heutzutage noch auf 1500 Schritte am Tag, wenn es, er gut läuft. Als Mutter und Hausfrau kommt man sogar noch auf 9,1 km laut Studien, aber wie sollen das jetzt die Väter schaffen!? 🙂

Grafik by Ergotopia

Unsere heutige Spezies wird vielleicht in ein paar Hundertjahren als „Homo sedens“ in den Geschichtsbüchern Eingang finden, als die Sorte Mensch, die 90% des Tages im Sitzen oder Liegen verbracht hat und wahrscheinlich nicht gesund alt geworden ist, dank modernster Medizin und Chemie aber eine lange Leidenszeit hatte. So ergab doch eine dänische Studie, dass nach 10-20 Jahren mit mehr als 6 h Sitzen am Tag, sich die Lebenszeit um 7 qualitätskorrigierte Jahre (7 Jahre bester Gesundheit) verkürzt. Es hat sich bei uns ja schon als normal in den Köpfen eingenistet, dass man halt je älter, desto kränker ist. Heutzutage werden die Menschen, wie wir beobachten kaum noch gesund alt, zumindest nicht die Marathonsitzer.

Folgen für Körper und Geist

  • Metabolisches Syndrom: Fettleibigkeit, Blutfettprobleme, Bluthochdruck, Herzkreislauf-Erkrankungen, Insulinresistenz, Diabetes mellitus
  • Magengeschwüre
  • Niedriggradige Entzündungsherde → Geschwächtes Immunsystem
  • Muskelabbau → Rückenschmerzen, Nacken- & Schulterschmerzen, Bandscheibenprobleme
  • Arthrose, Osteoporose, Rheumatische Erkrankungen
  • Krebserkrankungen
  • Burnout – Depression

Wie jeder Marathonläufer, hat auch der Marathonsitzer nach dem Marathon und während vor allem ab dem 30. km oder der 30. Minute Schmerzen. Und zwar muskulärer bzw. faszialer Art und Weise.

Unsere Muskulatur und unsere Faszien auch als Bewegungsapparat bezeichnet sind kein Statisches System sondern auf Dynamik und Bewegung ausgelegt. Minuten oder Stundenlanges Sitzen führt daher zu Verspannungen und diese wiederum zu Schmerzen. Die sich aber mit Bewegung wieder auflösen. Ein verspannter Muskel bekommt nur 10 % des Sauerstoffs im Vergleich zu einem gut durchbluteten Muskel!

Fasziale Verklebungen in der Lumbalfaszie und der Hüften sind die Folge des Sitzmarathons. Ist das Zwerchfell durch das Sitzen eingeengt behindert dies eine entspannte Bauchatmung für eine gute Sauerstoffversorgung des Körpers.

Auch die Gefäße leiden darunter und der venöse Rückfluss zum Herzen, über die sogenannte Venenpumpe, ist durch Bewegungsmangel behindert – die Folge können Krampfadern sein. Die Mikrozirkulation ist ebenso eingeschränkt – d.h. die Verästelung der kleinen Gefäße – was den Stoffwechsel im Gewebe entscheidend verschlechtert und kleine Entzündungsherde entstehen lässt, was wiederum das Immunsystem schwächt und unnötig beschäftigt. Auch die Leber- und Nierenfunktion ist abhängig von den faszialen Strukturen und der Bewegung des Lendenmuskels. Die Entgiftungs- und Filterfunktion wird dadurch entsprechend eingeschränkt. Für den Fettstoffwechsel fehlen durch die mangelnde Bewegung entsprechende Enzyme, um Cholesterin- und Triglyceride entsprechend zu verstoffwechseln, die Folge sind erhöhte Blutfettwerte und ein erhöhter viszeraler Fettanteil.

„In der ersten Hälfte unseres Lebens opfern wir unsere Gesundheit, um Geld zu verdienen.   In der anderen Hälfte opfern wir Geld, um die Gesundheit wiederzugewinnen.“  Voltaire

Dabei geht es auch ohne viel Geld ganz einfach!

Und weil es so einfach ist, kann es jeder machen!

Denn Bewegung ist günstig, gesund und bekanntlich die beste Medizin und hat nur einen Haken – Du musst es selber machen! Die Verantwortung für deine Gesundheit trägt letztlich du selbst ganz allein. 🙂

Unser Tipp: Die 25–25–50-Regel

  • 25 % des Tages stehen, 25 % des Tages gehen und nur 50 % des Tages sitzen und 100% der Nacht liegen.

Und weitere Tipps für deinen Büroalltag:

  • Telefonieren im Stehen
  • Steharbeitsplatz oder -pult täglich mehrmals nutzen
  • Drucker & Papierkorb außer Reichweite
  • Gehungen statt Sitzungen mit den Kollegen, Klienten, Mitarbeitern
  • Jourfix Bewegungstermine (MMM)
  • Treppe statt Aufzug,
  • Mini-Moving Workouts (MMW)
  • Bewegte (Mittags-)Pause

Und die positiven Erfolge dadurch:

  • schon leichte Bewegung durchbricht schädigende Muster des starren Sitzens – weniger Zivilisationskrankheiten
  • Geringeres Gewicht, weniger Müdigkeit und Stimmungsschwankungen
  • weniger Erkrankungen des Bewegungsapparates – Rückenschmerzen, Arthrosen, Osteoporose und Bandscheibenprobleme
  • Größere physische Leistungsfähigkeit
  • Gesteigerte kognitive Leistungsfähigkeit und Effizienz
  • Mehr Lebensfreude und Lebensqualität

Also bring dich und dein Leben wieder in Bewegung und damit in Bestform.

Hier auf unserem You-Tube Kanal findest du übrigens ein paar hilfreiche Bewegungsvideos für deinen Büroalltag »

Vielen Dank an Ergotopia für die anschaulichen Grafiken

Dein INBESTFORM – Team

www.inbestform.de

Trainingsstart: Einsteiger-Tipps für mehr Fitness

Fitter und gesünder will doch jeder sein. Wäre der Anfang nur nicht so schwer… Vier Regeln, um in vier Wochen eine Fitness-Routine aufzubauen.

Es gibt unendlich viele Tipps, was man für die Gesundheit, Leistungsfähigkeit und sein Wohlbefinden tun kann. Doch schon erste Recherchen zeigen schnell: Zu jeder Empfehlung gibt es locker auch eine Warnung. Verwirrung garantiert. Und dies gilt für jede Sportart, egal ob Jogging, Schwimmen, Muskelaufbautraining oder sonst eine.

Basics klären

Ganzheitliche Gesundheit sollte aber auf alle Fälle Bewegungs-, Ernährungs- und Bewusstseinsaspekte berücksichtigen. Sie alle gehören zu einer gesunden Work-Life-Balance . Wenn wir ehrlich sind, weiß doch eigentlich jeder, was gesund und ungesund ist. Und trotzdem passen wir unser Verhalten nicht an. Wer noch nie wirklich Sport gemacht hat oder vielleicht länger pausiert hat, der hat es besonders schwer. Er muss seinen inneren Schweinehund überwinden, einen sinnvollen Trainingsplan entwickeln und eine Sportroutine etablieren. Oft scheitert der Einstieg schon an diesen Hürden.

Personal Trainer kennen das: Viele ihrer Klienten sehen den Wald vor lauter Bäumen nicht. Sie wissen einfach nicht, womit sie beginnen sollen.

Zeit für einen Neustart

Wie wär´s denn mal mit einer ganz anderen Herangehensweise? Wie wäre es, sich statt der vielen guten Vorsätze nur eine einzige Sache wirklich vorzunehmen? Eine Sache, von der man überzeugt ist, dass sie die eigene Gesundheit verbessert. Eine Sache, die man anschließend konsequent über einen längeren Zeitraum durchführen kann?

Simpler Gesundheits-Check

Machen Sie dafür zunächst einen kurzen Gesundheits-Check und stellen Sie sich folgende Fragen:

Auf einer Skala von 1 bis 6: Wie fit fühlen Sie sich?

Auf einer Skala von 1 bis 6 :  Wie gesund fühlen sie sich?

Nun schließen Sie folgende Frage an: Welche eine Sache würde Ihre Gesundheit und Fitness merklich – beispielsweise um einen Skalenpunkt verbessern – wenn Sie sie regelmäßig tun würden?

 Vier-Wochen-Plan

Wenn Sie hierauf eine Antwort haben, dann starten Sie innerhalb von 72 Stunden (!) durch, indem Sie diese eine Sache umsetzen und sie über einen längeren Zeitraum durchführen.

Dies gilt für mindestens vier Wochen. So wird diese eine Sache zu Ihrer Gewohnheit werden.

Nun können Sie eine weitere gesundheits- und fitnessfördernde Sache auswählen und diese ebenso umsetzen. Step bei Step kommen Sie so Ihren Zielen immer näher und gewinnen an Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden.

Also: Was ist das Richtige für SIE persönlich? Was bringt Sie der „1“, Ihrer persönlichen Bestform- Skala im Leben näher?

Faustregeln für den Erfolg

In diesem Sinne noch einmal kurz zusammengefasst. Dies sind Ihre vier to-dos der ersten Wochen:

  1. eine gesunde Sache für sich auswählen
  2. innerhalb 72 Stunden umsetzen
  3. mindestens 4 Wochen dranbleiben
  4. Erfolge bewusst Wahrnehmen und Feiern